Gründerzuschuss und Mietkostenübernahme?

Ich plane mich als Kleinunternehmerin selbstständig zu machen, da ich jetzt schon ein knappes Jahr arbeitslos bin (ALG II) und mir dieser Zustand neben der Arbeitsmarktsituation überhaupt nicht gefällt. Nun kommt hinzu, das meine Wohnung (1 Raumwohnung) bzw. die ganze Wohngegend komplett saniert werden und man uns Mietern angeraten hat, für diesen Zeitraum Übergangswohnungen zu suchen.
Ich würde aber ohnehin gerne ausziehen und hätte die Möglichkeit, die Wohnung meiner Schwester zu übernehmen (2 Raumwohung), die sich mit ihrem Mann aufgrund baldigen Kindersegens jetzt eine 4 Raumwohnung nehmen werden.
Die ca. 55qm große 2 Raumwohnung meiner Schwester kostet inklusive aller Nebenkosten sehr günstige 419 € Warmmiete. Das sind nur knapp 60 € mehr, als meine jetzige Miete.
Nun ist meine Frage, ob die 419 € Mietkosten über den Gründerzuschuss bzw. der Absicht der Existenzgründung in den Ermessenspielraum fallen und vom A-Amt übernommen werden ?
Oder ob ich strikt als Einzelperson trotz Existenzgründung in die 350 € Mietkostenübernahme und geregelte Wohnraumfläche falle und ich die Wohnung meiner Schwester daher nicht nehmen darf ?

Internetnachforschungen auf den Seiten der Arbeitsämter hat nicht wirklich Klarheit verschafft (was,wer,wieviel usw.) und noch möchte ich nicht mit meiner Arbeitsvermittlerin über meine Pläne sprechen, weil ich nicht mit zusätzlichen Behördenschikanen und Papierkrieg doppelt belastet werden möchte, bevor ich nicht erst einmal erforderliche Dokumente und Informationen für meine Geschäftsidee im Grundriss zusammengetragen habe und sich so erst einmal herausstellen wird, ob sich die Existenzgründung tatsächlich lohnt. Ich würde aber gerne schon die neue Wohnung in meinen Finanzierungsplan einfliessen lassen.

Es wäre echt toll von euch wenn ihr mir da weiterhelfen könntet oder nützliche Links habt, wo ich näheres zum Thema erfahren kann.

lg
Leoni

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2 thoughts on “Gründerzuschuss und Mietkostenübernahme?

  1. Der Total Freche

    ich denke mal das amt wird erst zahlen wenn aussicht auf erfolg da ist und das bedeutet du solltest an einem dieser existenzgründerseminare teilnehmen die kosten dafür werden vom amt übernommen – die schulung findet dann m.E. bei einer Handelskammer statt.

    als quereinsteiger werden so gut wie keine kosten übernommen. doch du solltest schritt für schritt vorgehen d.h.

    1) gewerbe beim stadtamt anmelden ( kosten ca. 13 euro ) kann auch erstmal als nebengewerbe sein
    2) steuerlich beim finanzamt eine zusätzliche steuernummer beantragen oder sogar eine steuer-ID in saarbrücken
    3) du wirst dann als selbständige jeden monat bis zum 10. deine steuererklärung via elster ( steuerprogramm vom finanzamt ) tätigen müssen
    4) ein eintrag in der handelskammer wobei nur ab einem bestimmten glaube gewinn 5200 euro, beiträge von der kammer erhoben werden
    5) ein eintrag beim amtsgericht ins register muss durch ein notar vollzogen werden – es ist zwar keine pflicht ein eintrag doch kann mehr aufträge bedeuten, weil der bekanntheitsgrad steigt
    6) in den gelben seiten ist ein eintrag kostenlos
    7) überlege dir ob du ein steuerberater brauchst

    bei mir wurde damals der zuschuß abgeleht, hatte mich damals auf alle paragraphen berufen obwohl es laut SGB so vorgesehen ist und auch unsere politiker diesen einstieg in die selbständigkeit fördern, doch pustekuchen … weil denen meine geschäftsidee nicht passte

    ich würde mir überlegen ob du mit den ämtern zusammenarbeitest oder nicht. denn wenn du da alles offenlegst bist du bei denen vorgemerkt und die haben dich unter kontrolle – wobei viele glauben wenn ich selbständig bin – bin ich auch die vom amt los – doch wenn du dennen alles offenlegst bist du wieder in den rhytmus drin

  2. netpirat32

    Hi Leo 😀

    Also schön das der Total Freche da helfen möchte, ABER dann bitte auch richtig 😉
    Zunächst einmal meldest du KEIN Gewerbe an, bevor dein Businessplan nicht vom Amt abgesegnet wurde.

    Handelst du nämlich voreilig und hast dich praktisch schon selbstständig gemacht und betreibst demzufolge schon ein Gewerbe, erhälst du keine Zuschüsse mehr. Dies dann nachträglich in die Wege zu leiten ist nur selten von Erfolg gekrönt und quasi aussichtslos.
    Also immer erst Fragen, dann schießen… die meisten Gründer machen das nämlich leider verkehrt herum 😉
    Zudem kommt es auch darauf an, was du tatsächlich machen möchtest. In einigen freiberuflichen Tätigkeiten ist nämlich noch nicht einmal eine Gewerbeanmeldung notwendig 😉
    Aber dennoch….also erst einen 1A Businessplan mit allen drum und dran ausarbeiten…also Konzeption, Marketingplan, Umsatzprognosen und vor allem Fixkosten usw. zusammentragen und ab zum Amt.
    Wenn der Plan abgesegnet ist, dann kannst du erfoderliches Gewerbe anmelden.
    Bezüglich IHK und andere Dinge. Als Kleinunternehmer brauchst du auch keinen IHK- Eintrag, da du erfoderliche 25.000 € Finanzierungsgrenze wahrscheinlich gar nicht aufbringen kannst. IHK- Eintrag kannst du freiwillig machen und wirkt auch immer seriöser als Geschäftsangabe, allerdings vornehmen lassen mußt du ihn nicht und ich würde ihn auch nicht vornehmen. Macht erst Sinn bei einer GbR oder GmbH aber nicht als Einzelkämpfer !
    Zudem bleiben die Beiträge und doppelte Buchführung erspart 😉

    Thema Finanzamt. Da wahrscheinlich dein Umsatz entsprechend der Kleinunternehmerregelung ausfällt, reicht in der Regel eine jährliche Einnahme-Überschußrechnung durch das Finanzamt aus und du bist auch somit nicht gezwungen, dem Finanzamt monatliche Angaben (Buchführung) zu machen 😉
    Zudem ist es fraglich, ob du abgesehen von der Einkommenssteuer überhaupt steuelich belastet wirst. Das ist bei Kleinunternehmern bezüglich der Einkommensgrenze nämlich oftmals gar nicht der Fall 😉
    Näheres dazu Kleinunternehmerregelung §19.

    Wie das mit der Mietkostenübernahem jetzt vor der Gründung aussieht, weiß ich nicht aber wenn du Gründerzuschuss mit 650 € und die Zuschüsse von 300 € für Sozialleistungen beantragst und hinzukommend deiner Umsätze noch n bissl Monetas bekommst, dann kannst du die Wohnung auch aus eigener Kraft finanzieren.
    Ich würde es aber so machen, das ich erst nachdem der Businessplan durch ist und du deinen Betrieb aufgenommen hast, einen Wohnngswechsel vornehmen.
    Die 60 € mehr kannst du ja dann sicherlich aus eigene Tasche berappen und da kann dir das A-Amt dann auch nix, von wegen Wohnraumzuteilung und blabla 😉
    Allerdings wist du dich wahrscheinlich ranhalten müssen, da deine Schwester wohl bald umziehen wird und die Entwicklung eines präsentierfähigen, wasserdichten Businessplan kostet auch `ne Menge Zeit und Überarbeitung 😉

    Hier hast du einen Link bezüglich deiner Existenzgründung und Kleingewerbe, der viele Fragen auch bezüglich Steuern erörtert:
    http://www.gewerbe-anmelden.info/kleingewerbe.html

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